Wozu leben …

20161024_091408.jpgWozu leben wir? Wozu sind wir da?

Um Geld zu verdienen wie alle sagen? Um uns jeden Tag in die Arbeit zu schleppen, schmutzige Witze zu reißen, zu fressen und zu saufen und mit Fremden im Bett zu liegen?

Nur damit wir unsere Seele nicht mehr hören?

Um nicht mehr spüren zu müssen? Unsere Träume, unser verpasstes Leben, die Liebe die schon vor langer Zeit gegangen ist?

Und wozu bin ich da?

Um Gitarre zu spielen? Musik zu machen? Um berühmt zu werden wie ich früher immer dachte?

Oder um unterzugehen?

Wozu ist eine Blume da? Oder ein Fuchs? Ein Baum, die Wolken, ein kleines Kind das singt?

Sie sind einfach.

Sie sind einfach.

Manchmal wäre ich gerne ein Baum und würde der Welt beim Wachsen zusehen. Obwohl sie heute nicht mehr wächst. Heute könnte ich ihr nur mehr beim Sterben zusehen.

Aber auch das wäre schön.

Oder ein Berg zu sein. Das Gesicht in den Wolken und schlafen, die Zeit vergehen lassen, die Welt in Ruhe lassen, schlafend warten wie die Jahrhunderte vergehen. Bis die Welt endlich endet.

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7 Gedanken zu “Wozu leben …”

  1. Ich habe die Antwort für mich auf: ich lebe, um zu (er)leben zusammengefasst. und damit meine ich jetzt nicht große Reisen, viel Geld oder ähnlicher Kram, sondern – den kreativen Dingen in mir nachgehen, ihnen Raum geben – und genauso auch dem Nichts-Tun, dem einfach nur – sein.

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    1. Das ist schön, das sind schöne Worte. Ich kann das leider nicht, oder nicht mehr. Ich habe das auch lange gemacht, viel erleben, viel leben und dann den kreativen Dinge nachgehen. Aber irgendwie ist mir das verloren gegangen. Oder ich habe mich so verändert daß ich es nicht mehr wirklich kann.

      Vielleicht aber sehe ich die Welt auch einfach aus einem anderen Blickwinkel, heute, jetzt da ich älter werde.

      Ich weiß es nicht …

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      1. Interessant, dass Du Deine veränderte Sicht mit dem Älterwerden verbindest, bei mir hat sich eben diese Sicht erst mit dem Älterwerden eingestellt – ich wünsche Dir, dass es eine vorübergehende Phase ist…

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      2. Ja, ich glaube jeder fühlende Mensch macht irgendwie ähnliches durch, nur in verschiedenen Lebensabschnitten. Und ich war früher immer etwas altklug, bevor mich das Leben eingeholt hat.

        H. Hesse hat das einmal sehr schön beschrieben: „Die Sehnsucht der Jugend nach Weisheit, die Sehnsucht der Weisheit nach Jugend.“

        Passt vielleicht nicht ganz dazu, aber ist mir gerade eigefallen.

        Liebe Grüße,
        Thomas.

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      1. nun in anbetracht der tatsache, dass – ohne allzu viel garn aus dem nähkästchen zu plaudern – ich mich neu definieren muss, also die pluralität meiner rollen zwar weiterhin bestehen, jedoch wichtige farben auszutauschen sind um am sog. (wie kitschigen begriff) lebensteppich weiter zu weben, sind für mich nur die antworten akzeptabel, die wieder fragen aufwerfen. ähnlich einer hydrya. säbelst der ’nen kopf nieder kommen gleich zwei neue. und weiter schlachten. alles andere wird zu banalität und offen gesagt, mögen mir die worte über kopf wachsen in der realität, arbeit, eltern, auto und benzin, machen mir die banalitäten dennoch schwerer zu schaffen als hier zu lesen ist oder anzunehmen wäre. alleine schon die steuererklärung ist ein buch mit sieben siegeln. aber auch der werde ich mich die kommenden tage stellen müssen. bis zum ende . . . das schön am weg ist, oder sind, die kreuzungen. dort treff ich leute und frag hin und wieder ob wir nicht gemeinsam ein stück des weges gehen und schon wird mein oder dein weg hinfällig, denn es ist im fortkommende (für einen zeitliche begrenzung) unser weg und damit auch raum für unsere antworten zwischen grün grau und bunt.

        liebe grüße
        pöne

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