Wir alle leben …

IMG_20161223_084228_1.jpgWir alle leben unterhalb unserer Möglichkeiten. Wir alle leben nicht das Leben das uns zusteht. Und damit meine ich nicht ein schöneres Haus, Geld oder anderen Schnickschnack. Ich meine wer wir sind und was wir sein könnten.

Wieso ist das so? Und muß das so sein?

Ich glaube daß es sehr stark mit unserer persönlichen Geschichte zusammenhängt. Mit dem was wir als Kind erlebt haben, was uns unsere Eltern mitgegeben haben oder auch nicht. Schlechte Lehrer, dumme Freunde, seelisch tödliche Beziehungen.

Und daß wir alle kein Bild mehr vom Erwachsensein haben. Fast niemand mehr ist heutzutage erwachsen. Alle essen mehr als gesund für sie ist. Alle kaufen sich Spielzeug, egal ob Handys oder Autos, surfen stundenlang im Internet und verbringen ihr Leben mit irrealen Dingen.

Und es gibt kaum noch erwachsene Vorbilder.

Wo gibt es denn schon noch einen wirklich erwachsenen Mann der im Leben steht und für seine Werte einsteht? Wo gibt es denn eine wirklich erwachsenen Frau?

 

Und wie ist das bei mir?

Ganz dasselbe.

Nein, sogar noch schlimmer. Denn ich wüßte es besser. Ich weiß was für mich richtig oder falsch wäre. Und ich weiß welche Schritte ich gehen müßte.

Was kann man dagegen tun?

Aufwachen. Erwachsen werden. Sich auf den Weg machen.

Was kann ich dagegen tun?

Wirklich aufwachen.

Und ich sehe den Weg schon. Jedenfalls sehe ich wo er beginnt und was die ersten Schritte wären.

 

Es heißt daß man sechzig Tage braucht bis neue Gewohnheiten in der Seele verankert sind. Nur sechzig Tage.

Wäre es nicht schön sechzig Tage so zu leben wie man es sich vorstellt? Sechzig Tage der zu sein der man immer schon sein wollte? Es sechzig Tage zu probieren, ein anderer zu sein, anders zu leben, zu denken und zu fühlen?

 

Nur sechzig Tage!

Ich mach es. Kommt jemand mit?

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8 Gedanken zu “Wir alle leben …”

    1. Hallo Conny und herzlichen Dank. Ja, natürlich schreibe ich darüber. Es ist einfach leichter wenn man das macht, dann hat man mehr Kontrolle über den Tag und sein Leben. Ansonsten verrinnt mir die Zeit so zwischen den Figern und bevor ich mich versehe ist schon wieder ein Tag vergangen.

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  1. Einmal eine ganz andere Lebensweise auszuprobieren, probehalber mal links- anstatt rechtsrum zu denken, zu schauen, ob Dinge sich auch anders anfühlen können, als wir das gewöhnt sind – all das scheint mir eine spannende und lohnende Sache zu sein.
    Aber warum sollte ich eine andere sein wollen?
    Für mein Gefühl besteht die Herausforderung eher darin, 60 Tage lang ich zu sein und mich darin nicht beirren zu lassen …

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    1. Ich glaube wir meinen dasselbe nur mit anderen Worten. Obwohl es schwer ist. Ich denke mir (ohne Wertung), wenn ich andere Eltern gehabt hätte, eine andere Schule gemacht, manchesmal nach links anstatt nach rechts gegangen wäre, dann wäre ich jetzt ein ganz anderer als ich bin. Und würde mich trotzdem noch als ich selbst empfinden. Und was ich jetzt versuche ist nicht nur zu sehen wer ich eigentlich bin sondern auch wer ich nicht bin und wer ich sein möchte. Und das dann zu leben.

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    2. Ja, wenn Du schon weißt wer Du bist und das auch leben kannst, dann meine Hochachtung. Bei mir ist es so daß ich immer auf der Suche bin, daß so vieles an mir nicht ich ist, nicht mir entspricht, nicht mein Leben ist und daher will ich so vieles ändern.
      Ja, gerne ich sein, aber dazu muß ich mich erst wirklich finden und dann den Mut aufbringen den Weg auch zu gehen.
      Thomas.

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