Ich weiß nicht …

davIch weiß nicht wie es anderen geht, aber ich bin jemand der immer auf den richtigen Augenblick wartet.

„… und schon ist es vorbei!“

 

Ich bin jemand der immer darauf wartet daß ihm jemand hilft, irgendwer, oder daß ihm jemand die Erlaubnis gibt. Anders sein zu dürfen, ein anderes Leben zu leben, glücklich zu werden, einfach alles. Ich warte immer darauf daß jemand kommt und mich an der Hand nimmt.

 

Aber langsam merke ich daß ich alleine bin. Daß jeder von uns alleine ist. Wir kommen alleine auf die Welt, und wir gehen alleine.

Das ist ein Teil des Erwachsenwerdens. Diese Erkenntnis.

Jeder ist alleine.

Wir können andere Menschen umarmen, wir können uns mit Menschen, mit Spielzeug, mit allem umgeben was wir wollen, aber wir sind und bleiben alleine.

Immer.

 

Aber ich warte immer das jemand kommt, mich an der Hand nimmt und sagt: „Ist schon gut, Du kannst das, Du schaffst es, versuch es.“

Aber da ist niemand.

Und da wird auch nie wer sein.

Und es kann auch niemand sein.

Denn nur ich selbst bin wirklich für mich und mein Leben da.

 

Und ich kann auch euch nicht fragen. Ich kann auch euch nicht als neue Krücke benutzen.

Ich kann euch teilhaben lassen, wir können einen Teil des Weges gemeinsam gehen. Aber jeder von uns bleibt trotz allem allein.

 

Ich kann nur mich alleine fragen.

 

Wie will ich leben?

Wer will ich sein?

Habe ich die Kraft mich zu verändern?

Und will ich das überhaupt?

 

Wäre es nicht leichter ewig unverstanden zu bleiben? Immer depressiv und in meinem Gefängnis? Immer am Boden? Um nie die Last zu tragen, um es nie zu versuchen und dann der Gefahr ausgesetzt sein zu scheitern?

 

Angst.

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19 Gedanken zu “Ich weiß nicht …”

  1. Lieber Thomas,

    schreiben macht frei und wir sind niemals allein, im herkömmlichen Sinn. Alles Leben kommt von Innen. Wir können es uns nicht einfach so nehmen, es wird uns gereicht. Du stehst schon auf der Brücke, die in eine neue Wahrnehmung Deines Lebens führt. Gedankliche Lasten und Angst zu ertragen, kann niemals leichter sein, als sich von der stillen Freude am Leben geführt zu fühlen. Alle Freude ist in Dir. Ruf sie empor, durch kommentarloses Leben und stilles Fühlen dessen, was Du wirklich bist.
    Mut und Gelingen wünsche ich Dir.
    Wärst Du nicht gewollt, würde es Dich gar nicht geben.
    Also halte durch und jede Antwort findet Dich, wenn Du nach innen fragst.

    Fühlbare Grüße * Luxus

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    1. Hallo Luxus.

      Danke.

      Ja, schreiben macht frei. Jedenfalls im Augenblick des Schreibens. Und da kommt immer etwas anderes hoch als ich glaube, da bin ich ein besserer Mensch als ich bin. Vielleicht bin ich aber da auch der Mensch der ich eigentlich bin.

      Vielen Dank für das Bild mit der Brücke. Vielleicht stehe ich wirklich schon darauf und habe nur Angst die letzten paar Schritte über die Mitte zu gehen. Aber das Bild ist schön und macht mir Mut.

      Thomas.

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  2. Ach Thomas,

    kick die Angst mit deinen Füßen zur Seite und nutze den gewonnenen Raum, um aufzustehen. Das Leben ist zu kurz, um es auf dem Boden zu verbringen!
    Es gibt zu viele schöne Dinge da draußen, an denen man sich zur Not auch allein erfreuen kann. Raff dich auf, geh vor die Tür, schon ein kurzer Spaziergang mit offenen Augen durch den Park wird dir zeigen, was ich meine.
    Du wirst dich an diesem und jenem Anblick erfreuen und dich vielleicht mit einem unbewussten Lächeln auf dem Gesicht wundern, dass dir ein entgegenkommender Mensch ebenso unabsichtlich ein Lächeln schenkt. ❀

    Liebe Grüße
    Patricia

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    1. Hallo Patricia.

      Danke für Deine aufbauenden posts. Ja, ich glaube daß Du Recht hast, irgendwo spüre ich das auch.

      Aber ich weiß nicht ob ich schon soweit bin, ob ich schon die Kraft und den Willen habe.

      Aber ja, das Leben ist zu kurz um es am Boden kriechend zu verbringen. Das tut verdammt weh es einmal so zu sehen / hören. Aber trotzdem danke dafür.

      „Die Wahrheit macht Dich frei, aber zuerst macht sie Dich wütend.“

      Stimmt.https://widgets.wp.com/notifications/2876956640#

      Thomas.

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      1. Hallo Thomas,

        sich ausreichend Zeit nehmen, ist ebenfalls wichtig. Nur nicht das Ziel aus den Augen verlieren …
        Vielleicht an diesen schönen Tagen einfach mal ausprobieren? Du kannst jederzeit wieder umkehren! Hab keine Angst!!! :o)

        Liebe Grüße
        Patricia
        (die zwar manchmal sehr direkt ist, es aber nur gut meint ;o) )

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      2. Ja, aber was ist ausreichend Zeit? Und wer weiß wie viel Zeit wir noch haben?

        Und wenn man zu langsam ist dann ist es vorbei.

        Und wenn man zu schnell ist dann übersieht man etwas.

        Und ja, ich habe Angst. sehr große sogar.

        Aber Napoleon hat einmal zu einem anderen Soldaten gesagt der über ihn spottete weil er so viel Angst hatte: „Wenn Sie so viel Angst hätten wie ich dann wären Sie schon davongelaufen.“

        Das gefällt mir. Ich glaube meine Angst ist auch ein großer Motor.

        Und ich bin froh über direkte Menschen. Denn nur so können wir wirklich voneinander lernen und uns einander näher kommen.

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      3. „Ausreichend“ liegt vermutlich im persönlichen Ermessen jedes Einzelnen. Man sollte nichts überstürzen, allerdings auch nicht zu lange überlegen, weil ungenutzte Gelegenheiten niemanden weiterbringen. Einfach ausprobieren und darauf achten, was das Bauchgefühl dazu meint. So würde ich es wohl handhaben … Besser ein Schritt voraus, als zwei zurück. :o)

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  3. Das was du geschrieben hast hat mich wirklich berührt. Im Moment mache ich auch eine schwere Phase durch (mal wieder XD) und es gibt auch Momente wo ich das Gefühl habe im Hamsterrad zu stecken. Wichtig ist in so einer Situation tief durchzuatmen und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ja, wir sind der antreibende Motor und gerade deswegen ist es wichtig sich selbst zu pflegen und zu schützen. Vertraue deinem Bauchgefühl, denn nur du selbst kannst wissen was gut für dich ist.

    LG Marion

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    1. Hallo Marion und schön daß Du mir schreibst.

      Inwiefern machst Du eine schwere Phase durch? Im Job oder privat? Und wie gehst Du damit um?

      Ja, das Bauchgefühl. Aber ich glaube man muß ziemlich tief graben damit man zu „seinem“ Bauchgefühl kommt und nicht alles das übernimmt was man gelernthat.

      Thomas.

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    1. Hallo Sabine. Ich bin zufällig über Deine Seite gestolpert weil ich Artikel über L. Feuchtwanger suchte und da kam dann Dein Blog. Und dann habe ich auch noch ein Bild von Don Quixote gesehen, und da war ich dann schon dabei! 🙂

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  4. „Die Wahrheit macht Dich frei, aber zuerst macht sie Dich wütend.“
    Komisch, ich fühle mich direkt angesprochen:-)

    Lieber Thomas,
    bitte lass Dich nicht durch Deine Angst am Leben hindern!
    Auch wenn nicht immer jede Entscheidung richtig ist, die man trifft – besser man macht Fehler, als gar nichts zu tun.
    Du kennst meinen Blog und die Geschichte dahinter …. manchmal ist das Schlimmste, das einem passiert ist, im Nachhinein das Beste, was geschehen konnte im Leben!

    LG

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    1. Danke vielmals für Deine Nachricht.

      Ja, ich kenne einen Teil Deiner Geschichte, sofern man sich über geschriebene Worte kennen kann. Und daher hat das was Du sagst auch wirklich Gewicht.

      „Manchmal ist das Schlimmste …“. Ja, auch wenn ich es nicht glaube, nicht glauben kann, geben Deine Worte Hoffnung daß Du irgendwo Recht hast.

      Thomas.

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  5. Manchmal geht man aufwärts, auch wenn es sich so anfühlt, als ginge es steil bergab. Ich hatte in meinem Leben immer Glück – mir ist noch nie etwas passiert, das sich nicht hinterher als genau das Perfekte heraus gestellt hat. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass das auch bei Dir so sein wird!

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