„Früher, da …

20170508_171614.jpg„Früher, da

hätte ich sie gepflückt,

diese Veilchen.“

 

Menschen wie mich nennt man abfällig Träumer. Oder Versager. Aus der Zeit gefallen. Alt und verbraucht.

 

Aber wenn man älter wird, wenn man aufmerksam durch die Welt geht und ein paar Dinge verstanden hat, dann verändert das einen Menschen. Dann braucht man Dinge nicht mehr zu besitzen um sich an ihnen zu erfreuen. Man muß die Blumen nicht mehr ausreißen und mitnehmen um sie wirklich zu besitzen.

 

Ich weiß, als junger Mensch will man alles essen, alles trinken das es gibt. Man will jede Frau küssen die einen anlächelt.

Und man will das schnellste Auto, das größte Haus und die meisten Freunde auf der Welt.

 

Doch wenn man seine Lektionen gelernt hat dann weiß man um ein paar andere Dinge.

Über sich.

Und über die Welt in der man lebt.

 

Jedenfalls war das früher so.

Heute bin ich mir nicht mehr sicher.

Wenn ich mir die Menschen ansehe dann glaube ich nicht mehr daß sie etwas gelernt haben. Oder lernen wollen.

Aber früher war das noch so.

Daß man durch das Leben lernte.

Unter anderem auch daß man Schönheit nicht besitzen muß.

 

Und nennt es nicht Resignation. Wir haben nicht resigniert.

Sondern wir beten die Schönheit an. Noch immer. Aber wir haben gelernt daß sie einfach sein kann. Ohne uns. Und daß wir jedes Veilchen einfach so lieben können. Ohne es auszureißen und an unserer Brust zu zerdrücken.

 

Und nennt es nicht Schwäche.

Früher hat man noch gewußt daß das Stärke ist.

Irgendwo.

 

Und vielleicht ist es in dieser Zeit wirklich Schwäche.

Die Dinge nicht zu pflücken, sie nicht auszureißen. Nicht alles besitzen zu wollen. Nicht alles und jeden zu fressen und zu vernichten.

 

Aber in so einer Welt wollen wir nicht leben.

 

Und in so einer Welt will auch die Schönheit nicht mehr leben.

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34 Gedanken zu “„Früher, da …”

    1. Vielleicht zum Mitlachen?! Ich fand mich selbst rükcwirkend so dämlich, mit meinem Kommentar, dass ich ihn löschen wollte. Hackte also auf das Touchpad ein und fluchte leise vor mich hin: Mist, Mist, Mist. Bis ich aufgabe und einsah: wieder was dazu gelernt. Sorry für Buchstabensuppe auf Deiner Seite.

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      1. Nein, wieso? Ich fand die Antwort schon passend.

        Niemand von uns ist perfekt. Und alle haben verschiedene Einstellungen zu verschiedenen Themen. Vielleicht kommt es auch nur auf die Menge an. Ab und an mal eine Blume um sich daran zu erfreuen, wieso nicht? Vor allem wenn man sich wirklich daran erfreuen kann und sie nicht einfach besitzen will.

        Eine Verschwendung sind wahrscheinlich nur die Dinge die wir besitzen wollen ohne dann einen inneren Besitz davon zu haben.

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    2. ich mag die antwort ihrer ehrlichkeit wegen, als auch der geshakespearten anmerkung: pflücken oder nicht pflücken; gepflückt sein, wie nicht geflückt sein.
      sind wir nicht selbst immer wieder gefplückt, um anschließende in einer glaskaraffe zu enden?

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    1. Das ist schön.

      Ich weiß nicht ob es stimmt. Es gibt ja auch den Satz, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

      Und auch da weiß ich nicht ob es stimmt.

      Zum Teil sicher. Und zum Teil ist Schönheit sicher immer da. Auch wenn ich sie nicht sehe.

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  1. Vielleicht muss man erst aus der Zeit fallen, um das Schöne zu haben, ohne es an sich reißen zu wollen. Ich habe manchmal den Eindruck, „früher“ gab es mehr besonnene und weise Menschen. Vielleicht täuscht es aber auch, und es waren immer nur wenige, aber rückschauend sind es die, deren Stimmen noch hörbar sind. Jedenfalls sind es oft die, denen die kalte Realität nicht reicht, die etwas Anderes gesucht haben, etwas Schönes, Ewiges oder auch etwas Absurdes. Alles, was mit Freiheit zu tun hat.

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    1. Ich bin mir sicher daß es früher mehr besonnene und weise Menschen gegeben hat. Absolut und im Verhältnis.

      Unsere Zeit ist einfach so geisttötend. Und seelenzerfressend. Und man kann sich ihr kaum entziehen. Außer man zieht in die Einsamkeit. Aber auch dort noch gibt es Fernseher, Handystrahlen oder zumindest Flugzeuglärm am Himmel.

      Ich weiß auch nicht wie man dagegen ankämpfen kann, ich merke nur wie es einen zerstört.

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      1. Ja, es gibt viel Zerstörerisches, vor allem in der Art, wie Menschen denken und miteinander umgehen. Wahrscheinlich hast Du Recht, dass man sich der Zeit, in der man lebt, nicht wirklich entziehen kann, auch wenn man mit ihr nicht einverstanden ist oder das Gefühl hat, in der falschen Zeit geboren zu sein, und ich glaube, es gibt viele, die daran irgendwie zerbrechen. Trotzdem ist man da, was soll man machen? Wenn man sich weigert, kaputtzugehen, braucht man irgendeinen Anker. Kunst oder die Natur oder sehr viel Humor.

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      2. Ja, da gebe ich Dir Recht.

        „Vielleicht gibt es schönere Zeiten. Aber diese ist die unsrige.“ (J.-P. Sartre)

        Humor ist mir trotzdem schon vergangen. Vielleicht die Natur, solange sie noch besteht…

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      3. An Sartre habe ich mich nie herangewagt. Camus hat mich aber eine Weile beeindruckt. Weil ich glaubte, bei ihm die Fähigkeit zu erkennen, eine Welt ohne Trost zu sehen und trotzdem nicht an ihr zu verzweifeln. Ohne Humor ist alles schwer, ich hoffe, Du wachst eines Tages auf und hast ihn wieder.

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      4. Ja, langsam kommt der Humor wieder. Er macht mir zwar Angst, vielleicht kennst Du das, aber ich spüre manchesmal wie ein Gelächter von ganz tief unten sich Bahn bricht …

        Thomas.

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  2. na ja, die gewissheit, dass alles gepflückt werden kann, macht einen schon gierig, selbst zum pflücker zu werden, wie sich die (vermeintlich) schönen dinge anderweitig schneller gepflückt werden als einer selbst zur tat schreitet.
    also schnell selbst gepflückt, als anderen – mit der gewissheit dass sie’s selbst pflückten – , die selbe schöne andacht zu teil lassend an sich zu reißen. schon recht, wenn behauptet maß zu halten mit dem großen fressen. und lehrte nicht epikur schon das glück im maß aller dinge?

    danke für das teilhaben und mitdenken.

    liebe grüße

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    1. Ja, ich weiß auch nicht. Unsere Gedanken sind auch schon so marktwirtschaftlich beeinflußt. Alles läuft immer auf ein Nullsummenspiel raus.

      Wenn ich es nicht nehme dann nimmt es ein anderer. Mein Gewinn, sein Verlust, oder umgekehrt.

      Vielleicht hat es auch damit zu tun daß sich kaum jemand noch kennt. In kleinen Strukturen kann man sich noch mit anderen Menschen mitfreuen. Wenn man die anderen nicht mehr kennt dann will man es eher selber haben als es jemand Fremden zu gönnen.

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  3. Es erschüttert mich, dass du dich alt und verbraucht fühlst ganz tief in deinem Inneren. Das Thema Alter kommt ja immer wieder. Es würde auch nichts nützen, dir zu sagen, dass du doch noch jung bist, noch so viel erreichen könntest – weil du es nicht so fühlst. Das macht mich traurig. Du wirkst resigniert, wohl auch, weil du womöglich schon viel versucht hast, das nicht funktionierte. Diese Erfahrungen machen so unendlich müde. Das bedeutet aber nicht, dass ein neuerlicher Versuch ebenfalls scheitern muss. Es lohnt sich, Kräfte zu sammeln, zu bündeln, bis genügend vorhanden sind für einen neuen Versuch.
    Was das Besitzen betrifft, ich gehöre zu den Menschen, die Vieles schön finden und sich daran erfreuen können, ohne es je besitzen zu wollen. Das finden alle, die mich neu kennenlernen, etwas absonderlich. Das stört mich aber nicht, eher muss ich über sie lachen. Weil ich nach meiner Überzeugung glücklich lebe und nicht gehetzt bin vom Jagen nach künstlichen Pseudo-Erfolgen. Und nach meiner Erfahrung, gibt es wieder mehr Menschen, die sich dem grenzenlosen irren Konsumrausch entziehen. Die Kreise werden größer, wenn auch nur sehr langsam. Manches alte Wissen wurde überlagert, ist aber nicht verloren. Man kann es wiederentdecken und weitertragen. Ohnehin können wir nur die Gegenwart und die Zukunft ändern. Anfangen müssen wir immer bei uns selbst. Spielt es wirklich eine Rolle, ob diejenigen, die wir ohnehin nicht sein wollen, uns stark oder schwach finden?

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    1. Danke für Deine immer wertvollen und herzberührenden Kommentare.

      Ja, ich glaube das innere Fühlen ist so wie es ist, ich möchte es einmal gar nicht bewerten, aber man hat seine Erfahrungen und die machen einem müde und alt. Jedenalls in meinem Fall.

      Und was Du über das Besitzen geschrieben hast finde ich schön. Gibt es wirklich Menschen die sich dem Konsumrausch entziehen? Oder ist das wieder nur eine Modeerscheinung und konsumieren über die Hintertür?

      Und ja, wir können nur die Gegenwart und die Zukunft ändern. Aber wie? Wo sollen wir anfangen? Wir Älteren haben doch eine Verantwortung den nachfolgenden Generationen gegenüber. Aber wo sollen wir anfangen? Und wer würde uns noch zuhören?

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      1. Nun, ich habe den Vorteil, dass ich Lehrerin bin, da muss man mir zuhören. Aber Scherz beiseite. Es geht, das habe ich in all den Jahren gelernt, viel mehr um das Vorleben als das reine Reden, das gelebte Wort kann man es vielleicht nennen. Nun hatte ich eine relativ große Bühne zur Verfügung: 5 Kinder, einige andere habe ich auch noch eine Zeitlang in der Familie aufgenommen und auch meine Schüler, die mir vertrauten. Meine Kinder zum Beispiel erziehen die Enkel genauso frei und selbstbestimmt, wie ich es vermittelt habe. Auch bei den anderen, von denen viele noch in Kontakt zu uns stehen, ist einiges hängen geblieben. Das meinte ich mit weitertragen. Stellt man das übliche Denken logisch infrage, hören schon einige zu. Sie begreifen dann, dass viele von ihnen als wertvoll anerkannte Dinge ihren Preis nur durch den Menschen bekommen haben, also keinen echten hohen Wert besitzen. Zum Beispiel ist ein Diamant doch nur einer von vielen schönen glitzernden Steinen, mehr erkenne ich darin nicht. Jede darüber hinaus gehende Zuordnung ist künstlich.
        Natürlich kenne auch ich als selbstkritischer Geist die Verzweiflung, die Selbstzweifel und diese bleierne Müdigkeit bis hin zu dem Impuls, alles kurz und klein zu schlagen und gar nichts mehr zu machen, wenn es mal wieder ganz dicke kommt. Ich bin dann zornig, rachsüchtig, resigniert, tue mir unendlich leid – je nachdem. Doch dauert es nie mehr als einige Stunden, bis diese ganzen Emotionen, die ja Energie sind, sich umwandeln in Tatendrang und Aktion. Dabei sind mein rebellisches Wesen und die Kraft, die ich von meiner Großmutter geerbt habe, natürlich hilfreich. Dafür bin ich sehr dankbar.

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  4. Ich würde sie auch heute noch pflücken und sie in eine Vase stellen und mich ihrer täglich erfreuen. Aber in meiner Umgebung in der großen Stadt gibt es sie nicht. Darum wachsen sie gerade auf meinem Balkon. Die Frage ist doch sicher auch, aus welchen Gründen ich die Blume pflücken würde. Wie ich sie pflücke. Behutsam, so dass die Wurzeln nicht beschädigt werden? Oder reiße ich sie aus? Was mit einer Blume beginnt, begleitet doch unser Leben. Tag für Tag. Wie gehen wir mit uns und unseren Mimenschen um. Wie behandeln wir unsere Umwelt? Wer denkt schon daran, wie Kühe leiden, wenn er sich Milch in den Kaffee gießt? Wie Nutztiere überhaupt leiden? Wer denkt an die Arbeiterinnen in den sogenannten dritten Ländern, wenn er mit vollgepackten Tüten aus dem PrimeMarkt o.ä. kommt? Die meisten Menschen stellen ihr eigenes Wohl über das Gemeinwohl. Und das, lieber Thomas, ist anbsolut unabhängig von Alter, Bildung oder sozialem Status. Vielleicht wollen wir nicht mehr so viel denken, weil wir überflutet werden. Überflutet von Nachrichten, Meinungen. Überschüttet mit Dingen, die wir nicht brauchen, aber dennoch haben wollen. Und dann wollen wir auch noch geliebt werden, möglichst von jedem Menschen, dem wir begegnen. Darum verbiegen wir uns. Vergessen uns selbst. Und erschrecken, wenn wir uns plötzlich im Spiegel in die eigenen Augen sehen. Denn so wollten wir nicht werden. So nicht leben. Dann beginnt der Teil, an dem wir uns entscheiden können. Für Veränderungen. Manchmal schmerzhafte Veränderungen. Aber das Leben ist Veränderung. Wir sollten nur selbst entscheiden dürfen, wie und was, wie langsam oder schnell.

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    1. Danke Elvira für Deine Nachricht.

      So viel Punkte die Du ansprichst! 🙂

      Ja, es ist sicher ein Unterschied wie man die Blumen pflückt! Es gibt einen schönen Aufsatz, leider finde ich ihn nicht, zu genau diesem Thema.

      Ein Gedicht über das Pflücken einer Blume. Im Vergleich dazu dieses Gedicht von Banzu. Und dann ein Gedicht von Goethe, in dem er die Blume pflücken will, sie dann aber ausgräbt, nach Hause trägt und dort einpflanzt damit er sie genießen kann und sie trotzdem weiterlebt.

      Ich glaube das sagt aus was ich meine.

      Und ja, die Menschen stellen ihr Wohl über das Gemeinwohl. Oder gar nicht nur ihr Wohl, sie stellen alles in ihrem Leben über das Leben der anderen. Das ist leider ein Zeichen der Zeit. Und ich weiß nicht wie die jungen Menschen etwas anderes lernen sollen wenn sie keine Vorbilder mehr haben. Das bringt mich sehr oft in die Verzweiflung.

      Und das mit dem selbst erkennen, da stehe ich gerade. Und ja, es ist schmerzhaft. Jedenfalls für mich. Aber das kennst Du sicher selbst!

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  5. Lieber Thomas!
    Aus eigener Erfahrung, altern tut nicht weh 🙂
    Weh tut Schmerz………..
    Weh tut Verlust………….
    Weh tut das Los lassen ………….
    Weh tut manchmal die Neuorientierung……………
    Weh tut der Schlag ins Gesicht……………..
    Weh tut die Kälte………….
    Weh tut der Wind…………..
    Weh tut die Sonne………….
    Weh tun Diagnosen die deine Lebenserwartung drastisch verändern und verkürzen……..
    Weh tut manchmal das Leben, wobei wenn es immer ohne Höhen und Tiefen wäre, wärst du dann glücklicher?
    Die Herausforderung im Leben ist, nach wirklich tragischen Nachrichten, sich ein Stück Hoffnung und Zuversicht zu erhalten. Zwischen deinen Zeilen klingt immer die Melancholie, die Angst, die Furcht durch, ich vermisse bei dir , die Lust und Freude am Leben. 🙂
    LG Sabine

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    1. Hallo Sabine.

      Und danke für Deine Worte. Es ist auch nicht das Altern an sich das mich zur Verzweiflung treibt sondern die vielen verlorenen Jahre in denen ich nicht gelebt habe.

      Und ja, ich habe auch kaum Lust und Freude am Leben. Das ist so, schon sehr lange, und ich weiß auch nicht ob das jemals wieder wird.

      Aber es geht mir schon viel besser als vor einem halben Jahr als ich den Blog gestartet habe. Also die Hoffnung stirbt zuletzt…

      Thomas.

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  6. Es gibt Phasen im Leben, da ist man derart in der Hektik des Alltags gefangen, dass man die Schönheit in den einfachen Dingen nicht mehr erkennt. Jedenfalls geht es mir oft so. Und dann nehm ich mir die Zeit. Unser kostbares Gut. Wenn ich morgens Nordic Walken gehe, recht früh, wenn die Nachbarn sich grade aus dem Bett quälen, dann erfreu ich mich an jedem einzelnen Vogel, der würmersuchend meinen Weg kreuzt. Ich atmete die frische Morgenluft ein und freue mich an der Schönheit der Blumen und dem gezwitscher der Vögel. Auch freue ich mich über jedes Vogelnest im Garten oder unterm Carport, über jede Katze, diese wunderschönen Tiere, die meinen Weg kreuzt und über jeden Hund, der mich neugierig beschnuppert.

    Doch auch das war ein Lernprozess. Als kleines Kind lernt man in kürzester Zeit viele Geräusche kennen, man lernt, wie die Dinge aussehen und sich anfühlen. Und irgendwann verlernen wir, sie zu schätzen. Aber dies kann man sich Gott sei dank auch wieder aneignen. Man muss sich nur die Zeit nehmen und genauer hinsehen, hinhören und hinfühlen!

    LG Birdy

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  7. Danke dir für deine ehrlichen, klaren Worte.
    Die Schönheit liegt oft direkt vor uns. Wenn wir unsere Augen dafür öffnen, begegnen uns jeden Tag unzählige Momente der Schönheit. Und das Wesentliche ist dabei, dass das was bleibt die Erfahrungen und Erinnerungen sind.
    Wenn ich eine Blume auf der Straße liegend finde….nehme ich sie mit nach Hause und stelle sie in eine Vase mit Wasser und erfreue mich so lange daran bis sie verwelkt.
    Liebe Grüße und einen wundervollen Tag!

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    1. Das ist wirklich schön, die liegengebliebenen Blumen mitzunehmen.

      Und ja, was bleibt sind die Erfahrungen und Erinnerungen.

      Was mir aber auffällt ist daß die schön langsam verschwinden. Vielleicht durch die schnellebige Zeit, vielleicht durch das Internet, vielleicht auch wegen irgendeinem aderen Grund.

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      1. …das die Erinnerungen verschwinden meinst du?
        Das passiert mir zumindest immer, dann wenn ich nicht mehr mit mir verbunden bin. Wenn ich mit meinen Gedanken und Fühlen in der Vergangenheit oder Zukunft verweile und somit nicht mehr im Moment bin.
        Wenn ich im Moment bin und ich etwas rieche, sehe, höre… erinnert es mich an Dinge oder wenn mir ein anderer Mensch etwas von sich erzählt und wie er sich gerade fühl, kann mich auch an Dinge erinnern.
        🙂

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      2. Ich erinnere mich gerade daran daß ich das einmal gespielt habe. Damit gespielt habe.

        Und zwar als ich das Glasperlenspiel las und das dann auch versuchte. Mit meinen Gedanken und meinen Erinnerungen.

        Und das dann auch mit meiner Musik gemacht habe.

        Und es hat funktioniert.

        Danke für die schöne Erinnerung. Ich glaube ich muß darüber nachdenken und es mir aufschreiben damit ich es nicht wieder vergesse!

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  8. Hallo Thomas,

    deine Worte haben mich so berührt.

    Sie sind so wahr und ich finde mich selber so sehr darin wieder.

    Wie ich pflückte um mich daran zu erfreuen und sie dann welkten und ich traurig war, weil sie schneller welkten, als hätte ich sie stehen lassen.

    Ich wollte schönes besitzen, festhalten und nie mehr loslassen, weil das Schöne so selten war in meinem Leben. Ich wollte, dass es meins ist. Aber das Festhalten sorgte dafür, dass ich es schneller verlor.
    Und so lernte ich, loslassen, sich freuen über das was freiwillig zu mir kam. Es war ein langer, schmerzhafter Weg. Ich trauere dennoch nicht (mehr) über die Zeit, die ich nicht so lebte, wie ich es heute kann, war es doch eine Zeit des Lernens um sich heute freuen zu können, genießen zu können.

    Wir haben unsere Lektionen gelernt. Und gelebt. Anders als heute, aber wir haben gelebt.

    Und jetzt, leben wir nicht mehr, nur anders, schöner.
    Und je mehr die Zeit voranschreitet im Loslassen oder Nicht-Festhalten, nicht besitzen wollen, umso schöner, umso leichter wird sie.

    Alles Liebe
    Silent Write

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    1. Hallo Silent.

      Jetzt schreibe ich Dir erst so spät. Aber manchesmal ist das Leben an sich so anstrengend daß ich keinen Kopf frei habe …

      Wie meinst Du das mit „…leben wir nicht mehr, nur anders, …“?

      Und Du schreibst so schön. Und ich bin noch lange nicht so weit. Ich will immer noch festhalten, nicht loslassen, vielleicht andere Dinge, aber trotzdem.

      Thomas.

      Gefällt 1 Person

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